Christiane Wünsche  –  Autorin
Biographie

Geboren wurde ich 1966 in Lengerich in Westfalen. Ein Jahr später zog meine Familie ins Rheinland, zunächst nach Dormagen, dann nach Kaarst, wo ich auch heute lebe. Ich habe zwei jüngere Schwestern, mit denen ich – so wie mit meinen Eltern - eng verbunden bin.

 

Von klein an habe ich mir Geschichten ausgedacht - um einschlafen zu können, um mich abzulenken … um in andere Welten abzutauchen. Als meine, ein Jahr jüngere, Schwester das mitbekam, durfte ich meine Phantasien nicht länger für mich behalten. Ich musste sie preisgeben …

„Christiane, erzählste was?“, hieß es allabendlich im Kinderzimmer. Und ich, halb geschmeichelt, halb genervt, habe erzählt … vom „Tiger im Rhabarberfeld“, vom Geheimgang hinter dem Bild, von Menschen, winzig klein wie Fingernägel, die zwischen haushohen Gräsern und Disteln leben.

 

In der Grundschule stand bereits fest: „Ich will mal Schriftstellerin werden“. Einmal passte mir das Ende eines Kinderbuches nicht – Die geliebte Schildkröte Dolly riss sich los, verließ ihren Besitzer und Freund, um ihre  Freiheit im Meer zu finden – , ich schrieb es kurzerhand  um und klebte das Blatt hinten ins „Schneider-Buch“.

 

   

Christiane (links) erzählt Geschichten

 

 

 

Bald habe ich mich auch an eigenen „Werken“ versucht. „Der kleine Drache Tränchen“ sollte ein Kinderbuch heißen, das weiß ich noch. Es blieb bei zwei Kapiteln, mit netten Bildern verziert. Später füllten DinA Hefte mit Romananfängen a la Enid Blyton mein Regal. Leider (oder zum Glück?) schrieb ich nie etwas zu Ende. Denn schnell hatte ich eine neue, bessere Idee für eine Geschichte …  

 

Bei Gedichten ist das anders. Die sind kurz und man kann an ihnen herumtüfteln, bis sie passen. Ich liebe es, Gedichte zu schreiben, auch heute noch. Und ich male und zeichne. Phantasie lässt sich eben nicht nur in Worte fassen, sondern auch in Bilder. Sicher, in Klänge auch – aber das war nie mein Ding. Das überlasse ich gerne anderen.

 

Ich komme aus einer Familie mit einer Häufung von sozialen Berufen: mein Vater Lehrer, meine Mutter Erzieherin. Einige Tanten und Onkel waren/ sind ebenfalls Pädagogen. Folgerichtig studierte ich nach dem Gymnasium weder Design noch Germanistik, sondern zusammen mit meiner Schwester Sozialarbeit an der FH Düsseldorf. Seit über zwanzig Jahren bin ich in der Kinder- und Jugendarbeit einer Ev. Kirchengemeinde tätig. Etwas Sinnvolles tun, auch für andere … Es ist gut, nicht bloß um sich selbst zu kreisen.

 

Und natürlich ein Kind … 1995 kam meine Tochter zur Welt. Liebe, Sorge und Verantwortung füllten mich seitdem noch viel mehr aus. Jetzt ist sie „groß“ und geht eigene Wege. Schön, dass wir uns trotzdem oft sehen und weiterhin eine enge Verbindung zueinander haben. Schön auch, dass die Liebe wieder Platz in meinem Leben gefunden hat und dass meine Tochter und mein Lebensgefährte sich gut verstehen, und nicht nur dann, wenn sie gemeinsam meine Macken und Eigenarten belächeln.

 

Schreiben, zeichnen, gestalten … all das hat immer seinen Platz gehabt in meinem Alltag, privat wie beruflich. Aber erst mit der wachsenden Selbständigkeit meiner Tochter kam die Zeit, mich an meinen Kindheitstraum zu erinnern und ihn Realität werden zu lassen. Seit 2013, ,mit der Veröffentlichung meines ersten Kriminalromans, darf ich mich wohl  Schriftstellerin nennen, neben meiner Vollzeittätigkeit als Jugendleiterin.

 

Inzwischen sind fünf meiner Kriminalromane im Handel erschienen. Schon vor der Premierenlesung von "Kneipengrab" im Februar 2016 2016 habe ich dann damit begonnen, einen zeitgeschichtlichen Familienroman zu schreiben. Umfangreiche Recherchearbeit war dafür nötig. Sehr intereassant. In Recherchen kann man sich verlieren! Ende 2017 ist das Manuskript fertig geworden und ich weiß jetzt:
Ich kann nicht nur Krimis!

Neugierig geworden? Dann verfolgen Sie weiter, was geschieht!

 

  

 

 

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